Das 12 TAGE 12 NÄCHTE Projekt findet in sieben verschiedenen Städten statt. Die Zwölf meint alle Zeit - immer. Die Sieben meint alle Orte - überall.
Der kristalline Grund, auf dem die jeweilige Stadt erbaut ist, wird zum Untergrund für die Bilder und die Besucher; Sand, auf dem die Besucher Spuren hinterlassen; Sand, aus dem die zwölf Bilder entstehen.
Das wahrscheinlich häufigste Thema abendländischer Kunst: die zwölf Arbeiten des Herkules. In zwölf Tagen und zwölf Nächten entstehen zwölf Bilder nach den zwölf Taten des Herkules, aber auch nach den aktuellen Ereignissen des jeweiligen Tages.
Bernd Fasching verläßt während dieser Zeit die Arbeitsräume nicht, er ist zwölf Tage und zwölf Nächte fast ständig erreichbar. Er zieht sich "öffentlich" zurück. Die Gespräche mit den Besuchern werden zur Ausgangsbasis seiner Arbeit an der Leinwand. Die jahrtausendealte Information des Mythos wird mit der 24-Stunden-Information des jeweiligen Tages in Beziehung gebracht.
Für jede Station wird ein spezieller Klang komponiert, der 288 Stunden lang ständig präsent ist. Für Zürich stammte die Musik von der Gruppe Yello, für Jerusalem, New York und Wien 2006 von Oliver Stummer.